ZUGLUFT AM ARBEITSPLATZ

Die klimatischen Bedingungen am Arbeitsplatz haben erhebliche Auswirkungen auf  das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Sind die Mitarbeiter dauerhaft ungünstigen, klimatischen Bedingungen ausgesetzt, steigt zudem die Gefahr von Erkrankungen -  angefangen von den klassischen Erkältungen bis hin zu chronischen Schäden des Bewegungsapparates.

Das klimatische Wohlbefinden von Menschen wird von mehreren Faktoren bestimmt:

  • der Lufttemperatur
  • der Luftfeuchte
  • der Luftgeschwindigkeit
  • der ausgeübten Tätigkeit
  • der Kleidung   

Die Mindestbedingungen, die an gewerblichen Arbeitsplätzen einzuhalten sind, regelt die Arbeitsstättenrichtlinie. 

Hier sind in der ASR A 3.5 folgende Temperatur-Untergrenzen definiert:





Diese Werte gelten bei einer mittleren Luftfeuchtigkeit. Die tatsächliche Wohlfühltemperatur dürfte wohl jeweils einige Grad höher liegen.

Über die zulässige Luftgeschwindigkeit sagt die Arbeitsstättenrichtlinie ASR A 3.6 lediglich aus:

„Zugluft ist vorwiegend von der Lufttemperatur, der Luftgeschwindigkeit, dem Turbulenzgrad und der Art der Tätigkeit abhängig."

Bei einer Lufttemperatur von +20 °C, einem Turbulenzgrad von 40 % und einer mittleren Luftgeschwindigkeit unter 0,15 m/s tritt bei leichter Arbeitsschwere üblicherweise keine unzumutbare Zugluft auf.“

Das heißt:  0,15m/s entsprechen einer Geschwindigkeit von ca. 0,5 Km/h oder gemäß Beaufort-Skala einer Windstärke 0 (Windstille, Flaute).

Das heißt im Umkehrschluss, dass selbst bei 20° C Lufttemperatur schon geringe Luftgeschwindigkeiten als unangenehme Zugluft empfunden werden. Je kälter die Luft, umso unangenehmer wird die Zugluft empfunden.
Wenn Menschen regelmäßig oder über längere Zeiträume Zugluft ausgesetzt sind, leidet nicht nur das Wohlbefinden und die Produktivität sinkt, sondern das Risiko von Erkrankungen mit Fehlzeiten steigt.

Fehlzeiten von Mitarbeitern bedeuten aber hohe Kosten für die Unternehmen. Besonders in kleinen und mittleren Betrieben kann der Ausfall eines Mitarbeiters empfindliche Störungen im Betriebsablauf verursachen. Deshalb liegt es naturgemäß in Ihrem unternehmerischen Interesse, Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu vermeiden.


Und die mögliche Folgen von Zugluft kennen die meisten von uns:

Zugluft führt an Nacken, Schulter und Rücken aufgrund der schlechteren Durchblutung schnell zu Muskelverspannungen und -verhärtungen.

Auch Schmerzen an den Gelenken, vor allem an Schulter, Knie und Knöcheln, gehören zu den klassischen Zugluft-Beschwerden.

Wenn man Zugluft ausgesetzt ist, trocknen die Schleimhäute aus und können daher ihre Funktion als „Schutzschild” nicht mehr richtig erfüllen. Schnupfen, Halsschmerzen, Nebenhöhlenprobleme sowie Räusperzwang können aufgrund der geschwächten Abwehr leicht auftreten.
Zugluft kann die Bindehaut der Augen austrocknen und Beschwerden wie Rötungen, Jucken, Brennen und Tränen hervorrufen.

Leider sind, besonders in der kalten Jahreszeit, viele Mitarbeiter in der Produktion und im Lager regelmäßig einer erheblichen Zugluftbelastung ausgesetzt. Immer dann, wenn im Wareneingang oder Versand die Hallentore geöffnet werden müssen, strömt die kalte Außenluft ins Gebäude.

Diese kalte Zugluft ist oft bis weit in das Gebäude hinein spürbar. Besonders schlimm ist es wenn gleichzeitig mehrere Tore oder Türen geöffnet werden und Durchzug entsteht. Die Folgen für die Mitarbeiter, Unternehmen und das Gesundheitssystem sind gravierend

Häufig wird versucht mit mechanischen Lösungen (Stellwände, Streifenvorhänge, Pendeltüren) das Problem zu mindern. Diese  können die Zugluft jedoch auch nicht vollständig verhindern. Denn immer dann wenn ein Hallentor genutzt wird, muss auch das Zusatzsystem geöffnet werden und ist somit unwirksam.

 Anders sieht das bei Toren aus Luft aus. Hier wird die Abschottung der kalten Außenluft durch einen speziell geformten Luftstrahl erzeugt, der seine Wirkung auch dann behält wenn das Tor benutzt wird. Damit wird dauerhaft für zugluftfreie und klimatisch angenehme Arbeitsplätze gesorgt.